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Der Einsatz von Metformin in der Diabetes-Therapie ist gängig, es gibt aber auch Alternativen. Nicht für jeden Patienten ist der Wirkstoff geeignet. Teilweise entstehende Nebenwirkungen können die Suche nach einer Alternative zu Metformin fördern. Hier gibt es einige Wirkstoffe, die näher betrachtet werden können.

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Welche Alternative gibt es zu Metformin?

Grundsätzlich gehört Metformin zu den Medikamenten, die bei der Behandlung von einem Diabetes Typ 2 (s. auch Medikamente zur Behandlung von Typ-2-Diabetes) in die engere Wahl kommen. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Die Wirksamkeit hat sich als gut bis sehr gut erwiesen und das Risiko für eine Gewichtszunahme ist kaum vorhanden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unseren Seiten: “Metformin Erfahrungen: Erfahrungsberichte zu Metformin” und “Welches Metformin ist am besten verträglich?“.

Nicht immer ist eine Mono-Therapie mit Metformin jedoch ausreichend. Möglicherweise verträgt der Patient den Wirkstoff auch nicht. In diesem Zusammenhang kann nach einer Metformin Alternative geschaut werden.

Metformin gehört zu den Biguaniden. Es gibt einige Alternativen, auf die in der Therapie zurückgegriffen werden kann. In einem direkten Gespräch mit dem Arzt besteht die Möglichkeit, über diese zu sprechen. Dazu gehören beispielsweise:

  • DPP4-Hemmer
  • Sulfonylharnstoffe
  • SGLT-2-Hemmer
  • GLP-1-Analoga
  • Glinide und Gliptine
  • Inkretin-Mimetika
  • Pflanzliche Antidiabetika

Inwieweit die Verwendung einer der Metformin Alternativen für einen Patienten möglich ist, hängt mit dessen Krankheitsbild und dem gewünschten Ziel zusammen.

DPP4-Hemmer als mögliche Metformin Alternative

In der heutigen Praxis erfolgt eine Verordnung von DPP4-Hemmern als Alternative zu Metformin zunehmend. Sie werden teilweise auch ergänzend zu einer Metformin-Therapie eingesetzt. Wie sich die Substanzen auf den Körper auswirken, hängt davon ab, welchen Anstieg an Glukose der Patient nach einer Mahlzeit aufweist.

DPP4-Hemmer wirken durch eine Hemmung auf den Abbau von GLP. Bei GLP handelt es sich um das Inkretinhormon des Körpers. Durch die Hemmung entsteht eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Als besonderer Vorteil wird angesehen, dass nicht mit einer Hypoglykämiegefahr zu rechnen ist.

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Bringen DPP4-Hemmer Nebenwirkungen mit?

Nebenwirkungen bei DPP4-Hemmern zeigen sich nur selten. Hier ist eine erhöhte Gefahr der Entstehung einer Pankreatitis zu benennen, diese tritt jedoch nur selten auf. In Bezug auf die kardiovaskuläre Sicherheit konnten sich DPP4-Hemmer als positiv erweisen.

Sulfonylharnstoffe: Reduzierung der Einsätze in der Medizin

Es gibt die Möglichkeit einer Kombinationstherapie, die sich aus Metformin und Sulfonylharnstoffen zusammensetzt. Allerdings hat sich in diesem Zusammenspiel eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität gezeigt. Aus diesem Grund erfolgt die Verwendung von Sulfonylharnstoffen in der Medizin immer weniger.

Sollen Sulfonylharnstoffen als Alternative zu Metformin eingesetzt werden, muss eine umfangreiche Aufklärung des Patienten erfolgen. Hier ist darauf hinzuweisen, dass es zu einer Hypoglykämie kommen kann.

Die Hypoglykämie kann sich in Form von Schwindel und Heißhunger sowie von unerklärlichen Stürzen zeigen. Zudem ist es notwendig, die Funktion der Nieren bei Einnahme von Sulfonylharnstoffen zu überwachen.

Wird für den Patienten eine Insulintherapie angeordnet, ist ebenfalls zu empfehlen, auf den Einsatz von Sulfonylharnstoffen zu verzichten.

SGLT-2-Hemmer als Alternative zu Metformin?

Bei der Suche nach einer Metformin Alternative wird immer wieder auf die SGLT-2-Hemmer verwiesen. In Deutschland kommen hier die Produkte Empagliflozin und Dapagliflozin zum Einsatz.

Es handelt sich dabei um eine Substanzgruppe, die in der Lage ist, den Blutzucker zu senken. Studien haben gezeigt, dass bei der Anwendung der SGLT-2-Hemmer täglich eine erhöhte Ausscheidung von Glukose über den Harn erfolgt. Dadurch kann der Blutzucker gesenkt werden. Gleichzeitig steigt die Harnausscheidung an.

Jardiance

Auf diese Weise wird durch die SGLT-2-Hemmer außerdem die Ausscheidung von Natrium angeregt. Dies führt dazu, dass sich im Körper ein Energieverlust bildet und sich eine Gewichtsreduktion einstellt (s. auch Metformin zur Gewichtsreduktion: Abnehmen mit Metformin). SGLT-2-Hemmer erzielen diesen Effekt so lange, bis es zu einem gesunden Gleichgewicht im Körper kommt.

Interessant: SGLT-2-Hemmer können auch bei Patienten mit kardiovaskulären Problemen zum Einsatz kommen. Hier ist Metformin teilweise eher kontraindiziert.

Der Blick auf die GLP-1-Analoga als Metformin Alternative

Zu erwähnen im Rahmen bei der Suche nach einer Metformin Alternative sind die GLP-1-Analoga. Diese werden heute jedoch vor allem in der hausärztlichen Anwendung selten bis gar nicht eingesetzt. Einer der Gründe dafür ist, dass es sich hierbei nicht um ein Medikament in Form von Tabletten handelt.

GLP-1-Analoga müssen über eine subkutane Injektion verabreicht werden. Eine mögliche Nebenwirkung zu Beginn ist eine verstärkte Übelkeit. Allerdings sind auch Vorteile zu benennen:

  • Sättigender Effekt: Die Analoga bringen einen sättigenden Effekt mit sich, da sie sich auf das Sättigungszentrum auswirken. Daher kann es hier zu einer Reduzierung des Körpergewichtes kommen.
  • Gute Verträglichkeit: Die genannte Nebenwirkung in Form von zunehmender Übelkeit lässt in der ersten Zeit nach der Einnahme auch schnell wieder nach. Die Verträglichkeit der Analoga wird als gut angesehen.

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Natürliche Alternative zu Metformin – gibt es diese?

Patienten, die möglichst auf eine Behandlung mit Metformin verzichten möchten, machen sich teilweise auf die Suche nach einer natürlichen Alternative. Eine der immer wieder genannten Möglichkeiten ist hier Berberin. Berberin soll in der Lage sein, den Körper bei der effizienten Verarbeitung von Zucker zu unterstützen. Gleichzeitig bringt es kaum Nebenwirkungen mit.

Um nachvollziehen zu können, ob eine alternative Behandlung mit Berberin wirklich eine gewünschte Wirkung erzielen kann, sollte der Blick auf die Wirkungsweise gerichtet werden.

Was genau ist eigentlich Berberin?

Bei Berberin handelt es sich um einen pflanzlichen Bestandteil, der unter anderem in Gewächsen, wie in Goldfaden, der Bergrannten Berberitze und in Gelbwurzel zu finden ist. Eingesetzt wird Berberin vor allem in der ayurvedischen Behandlung. Hier erfolgt die Verwendung schon lange als Blutzuckersenker.

Berberin

Bringt Berberin Vorteile als natürliche Metformin Alternative mit?

Gerade bei der Suche nach natürlichen Alternativen ist es wichtig zu prüfen, ob mögliche wissenschaftliche Studien einen Effekt unterstreichen oder diesen nicht erkennen können. 2012 wurde eine Studie durchgeführt, in der die Fähigkeit von Berberin, den Blutzuckerspiegel zu verbessern, geprüft wurde. Die Veröffentlichung erfolgte im American Journal of Physology-Endocrinology and Metabolism.

In dieser Studie haben sich Hinweise darauf gezeigt, dass Berberin in der Lage ist, den Insulinspiegel zu senken und dafür zu sorgen, dass sich auch bei Menschen die Insulinsensibilität verbessert. Vermutet wird die Wirksamkeit in Verbindung mit einer Wirkung auf die Pankreasinseln im Körper.

Die folgenden Eigenschaften von Berberin sollen die gewünschte Wirkung erzielen:

  • Aktivierung der AMP
    Berberin soll in der Lage sein, eine Aktivierung der Proteinkinase zu erzielen. Diese wird kurz mit AMP abgekürzt. Es handelt sich dabei um ein Enzym, das für den Energie-Stoffwechsel wichtig ist. Wenn das Enzym einen Defekt aufweist, kann dies zu Problemen mit dem Stoffwechsel führen. Berberin soll eine Aktivierung unterstützen.
  • Stimulation des Glukose-Stoffwechsels
    2014 wurde eine weitere Studie durchgeführt. Hier arbeiteten die Forscher mit einer Blockierung von AMP. Die Wirkung auf den Blutzucker durch Berberin erfolgte weiter. Es wird davon ausgegangen, dass der Wirkstoff somit auch anderweitig den Glukose-Stoffwechsel stimuliert und fördert.
  • Hemmung der Glukoneogense
    Möglicherweise ist Berberin in der Lage, die Glukoneogenese zu hemmen und somit die Leber daran zu hindern, eine erhöhte Menge an Glukose herzustellen.

Ein Ausschnitt der möglichen Wirkungsweisen zeigt, dass Berberin als Metformin Alternative möglicherweise eingesetzt werden kann.

Nebenwirkungen von Metformin und Berberin in der Gegenüberstellung

Ebenso wie Metformin kann auch Berberin Nebenwirkungen mitbringen. Eine kurze Gegenüberstellung der möglichen Nebenwirkungen beider Wirkstoffe gibt einen Hinweis auf die Verträglichkeit.

Mögliche Nebenwirkungen von Metformin

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Senkung von Vitamin B12
  • Entstehung einer Laktatazidose
  • Juckreiz
  • Entzündungen der Haut

Mögliche Nebenwirkungen von Berberin

  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Durchfall oder Verstopfungen

Weitere bekannte pflanzliche Antidiabetika

Im Rahmen der Behandlung eines Diabetes (Zuckerkrankheit) gibt es noch weitere pflanzliche Antidiabetika, die eine Metformin Alternative darstellen können. Patienten sollten in diesem Zusammenhang mit ihrem Arzt sprechen. Zu diesen pflanzlichen Antidiabetika gehören:

  • Zimt
  • Heidelbeere
  • Geissraute
  • Guar
  • Balsambirne

Effiziente Absprache zwischen Patient und Arzt zu empfehlen

Auch wenn es sich bei Metformin um ein gängiges Medikament in der Behandlung von Diabetes handelt (weitere Informationen hierzu: Orale Antidiabetika: Übersicht & Wirkung), so besteht dennoch die Möglichkeit, eine Metformin Alternative zu testen. Typ-2-Diabetiker sollten sich durch ihren Arzt gut aufgeklärt fühlen.

Grundsätzlich ist auffällig, dass gerade im Praxisalltag nicht ausreichend Zeit eingeplant wird, um eine Aufklärung zu betreiben. Gerade die Hinweise auf die Nebenwirkungen und mögliche Alternativen zu einem Medikament sind für Patienten jedoch wichtig.

Immer mehr Patienten beschäftigen sich jedoch mit den Angaben im Beipackzettel und informieren sich über die Nebenwirkungen. Der Wunsch nach einer Metformin Alternative wird daher häufig geäußert.

Es hat sich gezeigt. Dass DPP4-Inhibitoren hier eine besonders gute Wirkung erzielen. Es ist zu vermuten, dass dies auch mit einer fachärztlich angeratenen Einnahme zusammenhängt, die der Patient durchführt. Der Hinweis darauf, dass diese Metformin Alternative keine Gefahr einer Hypoglykämie oder einer Gewichtszunahme mitbringt, ist nicht zu unterschätzen.

Um Diabetes Typ 2 effektiv behandeln zu können, ist eine umfangreiche Aufklärung des Patienten unbedingt anzuraten. Wenn ein Patient sich mit seiner Erkrankung beschäftigt und sich über die Behandlungsmöglichkeiten bewusst ist, wirkt sich dies positiv auf die gesamte Therapie aus.

Fazit: Metformin Alternativen sind nicht zu unterschätzen

Noch immer ist in Deutschland Metformin das Mittel der Wahl in der Behandlung von Typ-2-Diabetes. Allerdings gibt es einige Metformin Alternativen, die ebenfalls sehr gute Erfolge erzielen können.

Quellen:

  1. Anne L. Peters, Elizabeth O. Buschur u. a.: Euglycemic Diabetic Ketoacidosis: A Potential Complication of Treatment With Sodium–Glucose Cotransporter 2 Inhibition. In: Diabetes Care. 38, 2015, S. 1687.
  2. Dicembrini I., Pala L., Rotella C.M. From theory to clinical practice in the use of GLP-1 receptor agonists and DPP-4 inhibitors therapy. Exp Diabetes Res, 2011, 2011, 898913.
  3. Tomlinson B. et al. An overview of new GLP-1 receptor agonists for type 2 diabetes. Expert Opin Investig Drugs, 2016, 25(2), 145-58.
  4. Cimmaruta D. et al. Efficacy and safety of insulin-GLP-1 receptor agonists combination in type 2 diabetes mellitus: a systematic review. Expert Opin Drug Saf, 2016, 15(sup2), 77-83.
  5. Wataru Ogawa, Kazuhiko Sakaguchi: Euglycemic diabetic ketoacidosis induced by SGLT2 inhibitors: possible mechanism and contributing factors. In: Journal of Diabetes Investigation. 7, 2016, S. 135.
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