Autor:

Tobias Schmitz

Ratgeber:

Medizin

Erfahrung:

> 5 Jahre

Autor: Medizinexperte

Tobias Schmitz

Typ-2-Diabetes ist eine Form der sogenannten Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus. Sie wird gelegentlich als Alterszucker oder Altersdiabetes bezeichnet, da die Mehrzahl der Erkrankungen im höheren Lebensalter auftritt. Sie unterscheidet sich von Typ-1-Diabetes dadurch, dass sie durch eine Insulinresistenz der Zellen sowie eine Beeinträchtigung der Insulinausschüttung gekennzeichnet ist.

Die Diabetes-Therapie besteht aus einer Kombination von Medikamenten und der Anpassung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes

Ernährungsumstellung, Abbau von Übergewicht (Adipositas, Fettsucht) und die Vermeidung von Risikofaktoren gehören zu einer Erfolg versprechenden Langzeitbehandlung. Weitere Maßnahmen sind ausreichend Schlaf sowie körperliche Bewegung. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist unerlässlich.

Für die Behandlung stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Fast alle Antidiabetika zur Therapie von Typ-2-Diabetes werden in Tablettenform eingenommen, nicht gespritzt. Die verschiedenen Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen greifen an unterschiedlichen Stellen im Stoffwechsel ein.

Einige Substanzen wirken direkt auf die Insulinproduktion ein, andere nicht. Durch das breite Angebot hat der behandelnde Arzt die Möglichkeit, das Präparat zu wählen, das sich individuell für einen Patienten am besten eignet. Bei Bedarf kann der Arzt eine Kombination mehrerer Wirkstoffe verordnen.

Alpha-Glukosidasehemmer: Verzögerung des Kohlehydratstoffwechsels

Alpha-Glucosidase-Hemmer oder Alpha-Glucosidase-Inhibitoren wirken im oberen Darmbereich. Sie hemmen die Enzyme, die komplexe Kohlenhydrate in Zucker umwandeln. Hierdurch wird der Umwandlungsvorgang verzögert, der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam. Die blutdrucksenkende Wirkung ist geringer als bei vielen anderen Wirkstoffen. Daher werden Alpha-Glukosidasehemmer oft ergänzend zu anderen Antidiabetika eingesetzt.

Der wichtigsten Alpha-Glucosidase-Hemmer ist Acarbose. Medikamente mit Miglitol kommen kaum noch zum Einsatz. Acarbose-Tabletten werden entweder unmittelbar vor der Mahlzeit oder mit dem ersten Bissen eingenommen. Dadurch gelangt der Wirkstoff sofort in den Verdauungstrakt und verlangsamt die Umwandlung von Mehrfachzuckern in Glucose.

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Nebenwirkungen

Die deutlichsten Nebenwirkungen zeigen Alpha-Glukosidasehemmer im Verdauungstrakt. Da durch die Verzögerung des Kohlehydratstoffwechsels weniger Zucker vom Dünndarm aufgenommen wird, gelangt eine größere Menge bis in den Dickdarm.

Hier kommt es durch die Bakterien in der Darmflora zu einem Gärvorgang. Mögliche Folgen sind Druckgefühl, Bachschmerzen, Übelkeit, Blähungen sowie Durchfall. Die Symptome lassen sich durch eine einschleichende Dosierung oder eine zuckerarme Ernährung mindern.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Zu unerwünschten Wechselwirkungen kommt es bei gleichzeitiger Einnahme von Aktivkohle, Säurebindern oder Verdauungsenzymen.

Wegen fehlender wissenschaftlicher Untersuchungen sollten Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Alpha-Glucosidase-Hemmer nicht einnehmen. Da Wirkstoffe wie Acerbose den Blutzuckerspiegel nicht präzise regeln, kann es während der Schwangerschaft zu kritischen Schwankungen kommen, die den Fötus gefährden.

Für Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen des Darms oder eingeschränkter Nierenfunktion eignet sich Acerbose ebenfalls nicht.

Förderung der Insulinproduktion durch Glinide

Glinide fördern die körpereigene Insulinproduktion direkt. Sie blockieren an der Bauchspeicheldrüse die Kaliumkanäle der Betazellenmembran. Dadurch wird der Kalziumkanal geöffnet und Insulin freigesetzt. Charakteristisch für Glinide ist der schnelle Eintritt der Wirkung, die anschließend rasch abklingt. Die Einnahme der Präparate erfolgt deshalb kurz vor einer größeren Mahlzeit.

Für die Diabetestherapie werden die Wirkstoffe Nateglinid und Repaglinid verwendet. Nateglinid ist nicht als Einzelwirkstoff zugelassen und wird in ausschließlich Kombination mit anderen Antidiabetika verschrieben. Bei Gliniden kann bei längerfristiger Einnahme die Wirksamkeit nachlassen. Sie eignen sich deshalb nur eingeschränkt für Langzeittherapien.

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Nebenwirkungen

Zu den bekannten Nebenwirkungen der Glinide gehören:

  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Überbeanspruchung der Betazellen
  • Gewichtszunahme
  • Verschlechterung der Leberwerte

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Während einer Diabetestherapie mit Gliniden muss der behandelnde Arzt insbesondere auf Substanzen achten, die die blutzuckersenkende Wirkung verstärken oder abschwächen können. Hierzu gehören unter anderem:

  • Gemfibrozil
  • einige Antibiotika
  • einige Blutdrucksenker
  • viele Antibabypillen
  • nicht-steroidale Antirheumatika
  • Schilddrüsenhormone

Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen mit Gliniden nicht behandelt werden. Die Wirkstoffe eignen sich außerdem nicht für Patienten mit folgenden Beschwerden:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Typ-1-Diabetes
  • diabetische Ketoazidose
  • Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunkti

Verbesserung der Insulinaufnahme durch Glitazone

Glitazone (andere Bezeichnungen: Insulin-Sensitizer, Thiazolidindione) aktivieren einen Rezeptor im Zellkern, der Vorgänge des Fett- und Kohlehydratstoffwechsels reguliert. Dadurch werden Leber-, Muskel- sowie Fettgewebszellen aufnahmefähiger für Insulin.

Eine Insulinresistenz lässt sich auf diese Weise abmildern. Gleichzeitig vermindern Glitazone in der Leber die Glukoseneubildung. Positive Nebeneffekte sind verbesserte Blutfettwerte sowie eine leichte Blutdrucksenkung.

Für die Behandlung mit Glitazonen steht der Wirkstoff Pioglitazon zur Verfügung. Frühere Präparate mit Rosiglitazon oder Troglitazon sind wegen gesundheitlicher Bedenken außer Handel. Glitazone sind dann Mittel der Wahl, wenn eine Therapie mit anderen Wirkstoffen nicht zum gewünschten Behandlungsergebnis führt.

Die Wirkung von Glitazonen setzt etwa zwei Wochen nach Behandlungsbeginn ein. Bei Kombinationstherapien muss die Dosierung der anderen Medikamente wegen der erhöhten Insulinempfindlichkeit angepasst werden.

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Nebenwirkungen

Eine Monotherapie mit Pioglitazon kann folgende unerwünschte Nebenwirkungen haben:

  • Blutarmut
  • Kopf- und Gelenkschmerzen
  • Sehstörungen, Makulaödem

Bei Kombinationstherapien mit anderen Antidiabetika kommt es oft zu Wassereinlagerungen sowie Unterzuckerung.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Wegen der Senkung der Insulinresistenz sollten Glitazone und Insulingaben nicht parallel während der Diabetestherapie verabreicht werden. Weitere Wechselwirkungen sind bekannt bei:

  • nicht-steroidalen Entzündungshemmern
  • Gemfibrozil
  • Rifampicin

Der Wirkstoff ist für Patienten unter 18 Jahren, Schwangere und Stillende nicht geeignet. Insbesondere bei älteren Patienten über 65 Jahren muss der Arzt die Risiken von Nierenerkrankungen, Herzmuskelschwäche und erhöhter Frakturneigung berücksichtigen. Weitere Risikofaktoren sind eingeschränkte Leberfunktion, Blasenkrebs sowie diabetische Ketoazidose.

Inkretin-Analoga: Verbesserung der Insulinbildung

Inkretin-Analoga oder Inkretin-Mimetika sind Substanzen, die dem menschlichen Darmhormon GLP-1 ähneln und eine vergleichbare Wirkung entfalten. Deswegen sind sie ebenfalls unter den Bezeichnungen GLP-1-Analoga oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten bekannt. Sie bewirken eine verstärkte Ausschüttung von Insulin und senken dadurch den Blutzuckerspiegel.

Zusätzlich verzögert sich die Magenentleerung, die Zuckerneubildung in der Leber wird verringert. Eine Besonderheit dieser Wirkstoffe ist, dass sie injiziert werden müssen. Sie sind deswegen nicht in Tablettenform erhältlich. Eine Kombinationstherapie mit weiteren Antidiabetika ist möglich.

Es gibt zwei Gruppen von Inkretin-Analoga: kurzwirksame, die täglich verabreicht werden, und langwirksame mit wöchentlicher Verabreichung. Zur ersten Gruppe gehören die Wirkstoffe Liraglutid und Lixisenatid, zur zweiten Albiglutid, Dulaglutid sowie Semaglutid. Exenatid ist sowohl für kurz- als auch für langwirksame Gaben erhältlich. GLP-1-Analoga können zusätzlich einer Unterzuckerung vorbeugen.

Nebenwirkungen

Zu den Nebenwirkungen, die bei dieser Wirkstoffgruppe auftreten können, gehören insbesondere:

  • Störungen des Magen-Darm-Trakts
  • Unterzuckerung bei Kombinationstherapien
  • Herzrhythmusstörungen

Gelegentliche schwere Nebenwirkungen können sein:

  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Lungenentzündung
  • Darmverschluss

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Die Injektion soll nicht in Vene oder Muskel, sondern unter die Haut erfolgen. Inkretin-Analoga dürfen bei der Therapie nicht mit Insulin kombiniert werden. Bei Patienten, die Blutverdünner enthalten, muss der Arzt regelmäßig die Blutgerinnung überprüfen. Wegen der verlangsamten Magenentleerung kann es zu einer verminderten Wirkung von anderen Medikamenten kommen. Deshalb ist ein zeitlicher Abstand zwischen Medikamenteneinnahme und Injektion erforderlich. Das gilt beispielsweise für:

  • Antibabypillen
  • Antibiotika
  • Protonenpumpenhemmer

Für die neueren GLP-1-Analoga liegen kaum Studien vor, die eine Unbedenklichkeit der Wirkstoffe auf Schwangere, Stillende, Kinder oder Jugendliche belegen. Daher sollten diese Patientengruppen mit anderen Medikamenten behandelt werden. Weitere Gegenanzeigen sind:

  • diabetische Ketoazidose
  • schwere Magen-Darm-Erkrankungen
  • Beeinträchtigung der Nierentätigkeit

Inkretin-Verstärker: Senkung des GLP-1-Abbaus

Inkretin-Verstärker oder Gliptine nutzen ebenso wie Inkretin-Analoga die positive Wirkung des Darmhormons GLP-1 auf den Insulinspiegel. Ihre Wirkungsweise besteht darin, den Abbau dieses Hormons zu bremsen und auf diese Weise sowohl GLP-1- als auch Insulinspiegel zu stabilisieren.

Das geschieht durch die Hemmung des Abbauenzyms DPP-4. Deshalb sind diese Wirkstoffe ebenfalls unter der Bezeichnung DPP-4-Inhibitoren bekannt. Sie vermindern zudem die Zuckerproduktion in der Leber und verlangsamen die Entleerung des Magens. Oft unterstützen sie die medikamentöse Therapie mit anderen Antidiabetika.

Im Gegensatz zu Inkretin-Analoga werden Inkretin-Verstärker in Tablettenform eingenommen. Unterschiedliche Wirkstoffe sind für die Diabetestherapie zugelassen, zum Beispiel Alogliptin, Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin oder Vildagliptin. Neben diesen Monopräparaten sind Kombipräparate mit dem Wirkstoff Metformin erhältlich.

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Nebenwirkungen

Bei den Inkretin-Verstärkern hängen Art und Stärke der Nebenwirkungen teilweise von dem Antidiabetikum ab, mit dem sie kombiniert werden. Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Unterzuckerung
  • Ödeme
  • Schläfrigkeit

Patienten berichten außerdem von einer erhöhten Anfälligkeit für Atemwegsinfekte, Knochenschmerzen und Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut.

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Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Inkretin-Verstärker gelten als relativ wechselwirkungsarm. Durch die Verlangsamung der Magenentleerung können sie jedoch einen Einfluss auf die Dosierung anderer Medikamente haben. Deshalb sollte der behandelnde Arzt die Dosierung überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Bei der Behandlung mit Inkretin-Verstärkern kann es zu heftigen Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. In diesem Fall muss das Präparat umgehend abgesetzt werden. Für Patienten unter 18 Jahren, Schwangere und Stillende fehlen die wissenschaftlichen Studien, um mögliche Risiken zu bewerten. Bei folgenden Erkrankungen dürfen die Wirkstoffe nicht verabreicht werden:

  • Typ-1-Diabetes
  • diabetische Ketoazidose
  • Nierenfunktionsstörungen

Metformin: Standardtherapeutikum für Typ-2-Diabetes

Metformin ist der am häufigsten verschriebene Wirkstoff für Diabetes-2-Therapien. Er gehört zur Gruppe der Biguanide. Seine blutzuckersenkende Wirkung beruht auf einer verbesserten Zuckeraufnahme durch die Muskelzellen, Verminderung der Zuckeraufnahme aus dem Darm in das Blut sowie einer Hemmung der Glukoseproduktion in der Leber.

Weitere positive Effekte von Metformin sind Schutz von Herz und Gefäßen sowie die Verminderung des Appetits, die eine Gewichtsreduktion erleichtert.

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Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Metformin treten vor allem in der Anfangsphase der Therapie auf. Sie können danach von selbst abklingen. Bei Langzeittherapien ist ein Vitamin-B12-Mangel möglich. Zu den weiteren Nebenwirkungen gehören:

  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
  • Appetitverlust
  • Geschmacksveränderungen
  • Hautreizungen
  • Veränderung der Leberwerte

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Während der Behandlung mit Metformin besteht ein gesteigertes Risiko für Laktatazidose, wenn der Patient gleichzeitig Alkohol zu sich nimmt oder jodhaltige Röntgenkontrastmittel verabreicht werden. Zu den Medikamentengruppen, die Wechselwirkungen mit Metformin zeigen, zählen:

  • Glukokortikoide
  • ACE-Hemmer
  • Beta-2-Sympathomimetika

Metformin eignet sich für die Behandlung von Patienten über 10 Jahren. Bei Vorliegen folgender Erkrankungen darf Metformin nicht oder nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden:

  • Metformin-Überempfindlichkeit
  • diabetische Ketoazidose oder diabetisches Präkoma
  • Nierenversagen oder Beeinträchtigung der Nierenfunktion
  • Leberfunktionsstörungen
  • Alkoholismus oder Alkoholvergiftung

SGLT-2-Hemmer: Senkung des Blutzuckerspiegels über den Urin

SGLT-2-Hemmer oder Gliflozine bewirken eine verstärkte Ausscheidung von Zucker über den Harn und senken auf diese Weise den Blutzuckerspiegel. Sie haben keine Wirkung auf die Insulinproduktion. Häufige Nebeneffekte der Therapie sind mäßiger Gewichtsverlust sowie eine leichte Senkung des Blutdrucks.

Ein SGLT-2-Hemmer ist Mittel der Wahl, wenn eine Unverträglichkeit des Standardmittels Metformin vorliegt. Neben der Monotherapie sind die Wirkstoffe für Kombinationstherapien zugelassen.

Zu den SGLT-2-Hemmern, die bereits eine Zulassung haben, gehören Canagliflozin, Dapagliflozin, Empagliflozin sowie Ertugliflozin. Weitere sind im Entwicklungsstadium oder warten auf Zulassung. Neben den Monopräparaten gibt es Kombipräparate mit unterschiedlichen Antidiabetika.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen der SGLT-2-Hemmer beruhen auf der erhöhten Zuckerkonzentration im Urin. Es können vermehrt Entzündungen und Pilzifektionen der Geschlechtsorgane auftreten. Harndrang und größere Ausscheidungsmengen sind zu erwarten. Wenn Patienten nicht genug Flüssigkeit zu sich nehmen, ist eine Dehydrierung möglich.

Bei Kombipräparaten oder Kombinationstherapien muss der Arzt auf weitere Nebenwirkungen wie Unterzuckerung achten.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

SGLT-2-Hemmer werden von Enzymen abgebaut, die ihrerseits von einer Reihe von Wirkstoffen beeinflusst werden. Dies kann zu negativen Effekten bei der Diabetesbehandlung führen. Von Wechselwirkungen betroffen sind beispielsweise:

  • Johanniskraut
  • Rifampicin
  • Antiepilepsiemittel
  • einige Virenhemmstoffe

Die SGLT-2-Hemmer selbst können die Wirkstoffkonzentration einiger Präparate im Blut erhöhen, etwa von Digoxin, Gerinnungshemmern oder Mitteln gegen Fettstoffwechselstörungen.

Schwangere und Stillende dürfen nicht mit diesen Substanzen behandelt werden. Bei Kindern und Jugendlichen muss der Arzt die jeweilgen Empfehlungen für den gewählten SGLT-2-Hemmer beachten. Ungeeignet oder nur bedingt geeignet sind SGLT-2-Hemmer für Patienten mit:

  • erhöhtem Hämatokritwert
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Pilzinfektionen
  • Herzmuskelschwäche
  • akuter oder chronischer Einschränkung der Nierenfunktion

Insulin: Schlüsselfaktor für den Blutzuckerspiegel

Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das ein breites Wirkungsspektrum im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel hat. Es wird in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Eine der wichtigsten Funktionen ist die Förderung der Zuckeraufnahme aus dem Blut in die Körperzellen zur Energieversorgung.

Kann der Körper Insulin nicht mehr selbst bilden (Typ-1-Diabetes), muss es per Injektion regelmäßig zugeführt werden, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Bei Typ-2-Diabetes wird Insulin nur eingesetzt, wenn es der Einzelfall erfordert.

Für die Diabetesbehandlung werden Präparate aus Humaninsulin oder Insulinanaloga gespritzt. Insulinpräparate können kurzfristig wirken oder langfristig (Verzögerungsinsulin). Kombinationspräparate enthalten beide Varianten. Gängige Insulinanaloga sind:

  • Insulin aspart
  • Insulin detemir
  • Insulin lispro
  • Insulin glargin
  • Isophan-Insulin

Nebenwirkungen

Bei der Verabreichung von Insulinpräparaten kann es zu Über- oder Unterzuckerung kommen. Weitere Nebenwirkungen sind Überempfindlichkeitsreaktionen, Beschwerden an der Einstichstelle sowie Sehstörungen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Insulinpräparate zeigen Wechselwirkungen mit den verschiedensten Medikamenten und Substanzen. Gegebenenfalls muss der behandelnde Arzt die Dosierung anpassen oder die Medikation ändern. Vorsicht ist beispielsweise geboten bei diesen Präparaten:

  • Antibabypille
  • Entwässerungsmittel
  • einige Neuroleptika
  • Betablocker
  • einige Schmerzmittel
  • ACE-Hemmer
  • MAO-Hemmer
  • Entzündungshemmer

Generell eignet sich Insulin für Patienten aller Altersgruppen. Bei Auftreten von Unverträglichkeiten im Einzelfall muss der Arzt auf andere Antidiabetika ausweichen.

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Quellen:

  1. Typ-2-Diabetes Behandlung, In: Wort & Bild Verlag URL: diabetes-ratgeber.net
  2. Insulin, In: Wort & Bild Verlag. URL: diabetes-ratgeber.net
  3. Was ist Insulin und welche Funktion erfüllt es im Organismus? In: Techniker Krankenkasse. URL: tk.de
  4. Behandlung Diabetes Typ 2. In: Techniker Krankenkasse. URL: tk.de
  5. Diabetologie und Stoffwechsel: Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Hrsg.: M. Kellerer, S. Matthaei im Auftrag der DDG. Aktualisierte Version 2011. URL: imd-oderland.de
  6. Typ-2-Diabetes: Untersuchungen & Diagnose. URL: internisten-im-netz.de
  7. Medikamente gegen Typ-2-Diabetes. In: Wort & Bild Verlag. URL: diabetes-ratgeber.net
  8. Diabetesmedikamente. In: Helmholtz Zentrum München – Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. URL: diabetesinformationsdienst-muenchen.de
  9. Was neue Antidiabetika leisten können. In: Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  10. Diabetes-Behandlung: Auf Ihre Mithilfe kommt es an!. In: AstraZeneca. URL: zuckerkrank.de
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